Reifenfabrikatsbindung

  • Hallo zusammen,

    ich wollte diese Woche die Zeyphir 550 (ZR 550 B), meiner Bekannten,

    beim TÜV Süd, zwecks HU vorstellen.

    Der TÜV-Mensch hat sich gleich den Fahrzeugschein genommen und die Reifen begutachtet und festgestellt das der Reifentyp

    der aufgezogenen Reifen nicht mit den eingetragenen Reifen übereinstimmen. Das war ja klar, sie ist EZ 1995 und hat 2022 neue Reifen

    bekommen. Laut dem TÜV-Prüfer muss eine Befreiung einer Reifenfabrikatsbindung im FS eingetragen werden, hier für müsste er ein Gutachten

    erstellen, zum Preis von 118,50 Euro und die Gebühr für die HU wären 75,10 Euro. Mit diesem Gutachten müsste man dann auf die Zulassungstelle

    fahren, dort bekäme ich dann den FS geändert oder einen neuen.

    Muss ich eine Unbedenklichkeitsbescheinigung von Kawasaki haben, oder wie läuft das ganze beim TÜV ab.

    Weiß jemand was eine Einzelabnahme für den jetzigen Reifen kosten würde?

    Ich war schon einigermaßen erstaunt über die Sinnhaftigkeit dieser neuen Vorgabe und habe

    leider den TÜV ohne weitere konkrete Fragen zu stellen verlassen und hoffe auf Eure Erfahrungen.

    Danke.

    Gruß

    Paul

  • Hier 👇️ ist das bis ins Detail erklärt.

    Bernd-Hamburg
    19. Juli 2024 um 11:33

    Bitte lies Dich da mal ein... :saint:

  • Servus,

    lass‘ den guten Mann die Reifen austragen, dann kannst Du paarweise fahren was Du willst.

    Kostet zusammen um die 200€.

    Kommst nicht drum rum.

    ZEPHYR-Wer keine hat, ist selber schuld!
    Loud is out, but sound is in!

  • Ich hab auch nur das bezahlt.
    49€ DEKRA und 12€ Straßenverkehrsamt.

    Hat aber länger als 10 Minuten gedauert.
    Wegen des anschließenden Plauschs.🙂

    Ein Motorrad kann nicht 4-zylindrig und 4-taktend genug sein :)

  • Danke für Eure Infos.

    Ich habe den ersten Beitrag gelesen. Was mir nicht klar ist, muss die Unbenklichkeitsbescheinigung nicht auf den eigenen Namen lauten und bringt mir das was, wenn ich diese zum TÜV mitnehme.? Die 118,50 Euro ist schon viel Geld, ich fahre mit meinem Motorrad immer zur GTÜ, aber die dürfen diese Bescheinigung nicht erstellen.

  • Die Austragung ob TÜV, GTÜ o DEKRA kann man nicht verallgemeinern: Mein TÜV Nord um die Ecke darf s nicht, weil er die "dafür erforderliche" Schulung (Kosten laut seiner Aussage knapp 2tsd Euro) nicht hat, also bin ich zur Hauptstelle TÜV Nord am anderen Ende der Stadt gefahren. Gutachten, Schreiben von Kawasaki alles nicht nötig, nur Platz zum Kotflügel und Schwinge gemessen (weil Reifen trotz gleicher Größe unterschiedliche Ausdehnungen im Betrieb bzw Breiten haben können), irgendwas um 190,- inkl HU und nochmal ca 50,- beim Straßenverkehrsamt hingeblättert und fertig...

  • Das Gutachten für die Austragung schreibt nur ein Ingenieur. Niemand anders darf das.

    Tarife können unterschiedlich sein, je nach Organisation und in den letzten zwei Jahren ist sicherlich auch ein Geschäftsmodell daraus geworden.

    Warum es bei der Zulassung so teuer bei dir ist, weiß ich auch nicht. Bei unserem LBV kostet das korrigieren per Gutachten und ein neuer Schein 12 Euronen. Der Brief wir ja nicht mehr angefasst, ist nur noch ein Eigentumsnachweis.

  • Ich dachte immer, die 550er hatte gar keine Reifenfabrikatsbindung, also gibt es da auch nichts auszutragen.

    Geh zum Tüv, Dekra etc., die sollen sich in ihrer Datenbank die Zulassung der 550er ansehen, dann erkennen die sofort, dass hier nichts auszutagen ist. Es sei denn, es ist doch etwas eingetragen.

    Bei mir hat es der Prüfer von sich aus gemacht, Bei meiner ZZR 1100 D war eine Reifenfabrikatsbindung in den Papieren, dies ist leider in den neuen Zulassungsbescheinigungen so nicht mehr zu finden, daher für den Besitzer oft nicht sofort erkennbar.

  • ich in ihrer Datenbank die Zulassung der 550er ansehen, dann erkennen die sofort, dass hier nichts auszutagen ist. Es sei denn, es ist doch etwas eingetragen.

    Genau. In den Kawasaki Unterlagen ist bei der 550er keine Reifenmarke eingetragen.
    Entscheidend ist aber, ob bei deiner 550er etwas in den Papieren steht. Bei manchen ist das so "siehe Betriebserlaubnis" ....

    Wenn es besonders gut läuft, reicht es eventuell, sich einfach einen neuen Fahrzeugschein zu holen, da hier auf die zentralen Daten zurückgegriffen wird. Wenn da nichts drin steht, kannst du dir das Gutachten sparen.

  • Hallo, nochmals danke für eure rege Beteiligung.

    Im FS steht unter Punkt 22 ein Eintrag:

    FELD 15: NUR V. HERST. V/H Bridgestone G 547E TL

    BZW. G548 F TL OD. 110/80V17 V270 ME33 LASDER COMPK TL BZW. 140/70 VB 18 ME1 COMPK TL.

    Gruß

    Paul

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