Drosselklappenwelle undicht ..... klassiker

  • So ist es!

    Und länger als 25 Jahre sollten die gar nicht halten, wir sind eh schon drüber.

    Heute nachm. hatte ich erst ein Gespräch dazu. Wir waren uns einig: O-Ringe und Wellendichtringe

    sind entweder dicht und liegen (zu) eng an, oder sie lassen durch. Filzringe sind flexibel.

    Brauchst du welche? Ich hätte.....

    Deine Welle ist schon ganz schön eingelaufen, bei sowas nehme ich PTFE-Gleitlack, schaden tut der nicht.

    Aber die Welle dichtet nicht, sie bietet der Falschluft etwas höheren Widerstand....

  • Dicht genug kann die klappenwelle nicht sein - die "spannkraft" der Abdichtung sollte so groß sein dass sie dichtet aber so locker dass das fast per Feder zuschnalzt.

    Die welle ist nicht eingelaufen - habe ich bewusst blank geschliffen und poliert! da kommt jetzt noch besagter Gleitlack drauf!

    Und dann Remontage nach meinem Rezept! Das Resultat hast du in der Oberpfalz gehört (noch nicht mal synchronisiert - nur nach lichtspalt eingestellt)8)

    :sshithappens: --- Grüße aus Bayern --- :swarsnicht:

  • Ich mag diese Diskussion um die Abdichtung der Wellen.

    Beide Varianten haben Vor- und Nachteile, was Aufwand, Machbarkeit und Haltbarkeit betreffen. Eine drehbare Welle bei einer Druckdifferenz von 0,4 Bar (geraten) luftdicht zu bekommen, ist nicht einfach, aber beide führen zum Ziel, nach dem, was ich lese.

    Mich würde interessieren, was Maschinenbauer oder Feinmechaniker dazu sagen und empfehlen. Ich persönlich kenne nur polierte Passungen und Passstifte, aber die drehen sich nicht 😌

    Wie kann eine technische Lösung für einen interessierten Schrauber umgesetzt werden? Was wird benötigt?

    Oder bietet ihr die Reparatur an?

    Ansonsten ist es nur technisches Armdrücken.

  • Habe ich mir schon angeguckt - passt p&p nicht rein! Man müsste die Gehäuse nacharbeiten.

    Mach ich bei meiner Variante auch immer.

    Gewerblich biete ich nichts an - dafür fehlt mir die Zeit! Es gibt genügend Vergaserspezis die eine Überholung anbieten - teils zu echt guten Kursen! Ich mache das für mich und aks technische Herausforderung. Was aber nicht heißen soll dass ich mir einen sonst hoffnungslosen "Patienten" mal anschauen würde. Ob was zu retten ist und ob das dann noch wirtschaftlich ist muss man dann abwägen. Weil "mal schnell" ist nicht .... pro Batterie ca. 16 Stunden

    :sshithappens: --- Grüße aus Bayern --- :swarsnicht:

  • Da ich mindestens 4 reparaturbedürftige Vergaser im Regal liegen habe, verfolge ich dieses Thema natürlich mit großem Interesse und bin Euch für den offenen Austausch sehr dankbar.

    Aus den Beiträgen ergibt sich leider noch nicht, wie der werkseitige Aufbau der Drosselklappenwellen im Detail aussieht. Ich selbst habe noch keine komplette Bank zerlegt, daher die Frage an Euch: Könntet Ihr uns vielleicht mit einer kleinen Skizze - ähnlich einer Explosionszeichnung - die Anzahl und Lage der Filz-, Kunststoff- und sonstigen Ringe und Scheiben zeigen? Und kann man davon ausgehen, dass dieser Aufbau bei allen CVK's identisch ist (550/750/1100)?

    Für Alle dürfte die Frage interessant sein, ob Ihr eine Möglichkeit seht, funktionierende Vergaser gezielt vor Schaden zu bewahren. Kann man die Filzringe von außen nachfetten? - Insbesondere nach einem Ultraschallbad oder nach Falschluftsuche mit Bremsenreiniger wäre das ja dann sinnvoll, um dem Auswaschen der Filzringe entgegenzuwirken.

    Ich fand es übrigens auch toll, dass Magnus in seinem Beitrag oben angeboten hatte, nach Ersatz für die Kunsttoff- oder Teflonscheiben Ausschau zu halten. - Habt Ihr ihm die Maße schon gegeben?

    Je älter wir werden, desto schneller waren wir früher...

  • Ich fand es übrigens auch toll, dass Magnus in seinem Beitrag oben angeboten hatte, nach Ersatz für die Kunsttoff- oder Teflonscheiben Ausschau zu halten. - Habt Ihr ihm die Maße schon gegeben?

    Wenn ich das richtig verstanden hab, haben die Scheiben außen 14mm, innen 8mm und sind 0.5mm dick. Also wie ne Unterlegscheibe aus Kunststoff...? Da könnte man die alten auch beidseitig mit nem entsprechend geplotterten Ring aus selbstklebender Teflonfolie (hab ich als 21mm breites Band daheim) belegen, vielleicht vorher kurz einmal über Schleifpapier abziehen?!

  • Ich hab doch ne Quelle für die Scheiben gepostet?!

    Vom Auseinander- und Zusammenbau gibt es - verlinkte ?! - Videos.

    Die Drosselklappen selber sind weich! DK-Schrauben nicht abschleifen!

    Nur exakt passendes Werkzeug!

    Geduld und evtl. Fotos.

  • Ist bei 550/750/1100 grundsätzlich identisch.

    CVK30 & CVK32 teilen sich eine Gehäusegröße, ebenso CVK34 & CVK36. Bei letzteren ist der Guss im Bereich der Wellenbohrung etwas massiver ausgelegt.


    Bild vom Aufbau anbei!

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    Wie man erkennen kann ist der Filzring immer auf der " offenen" seite der beidseitig kuppelnden Wellen.

    :sshithappens: --- Grüße aus Bayern --- :swarsnicht:

  • Ich hab mal gegoogelt.

    Erkenntnisse:

    Welle und Gehäuse der Vergaser werden nicht exakt gefertigt, viel zu teuer, sondern mit aushärtendem Dichtmittel für einen gewissen Druck abgedichtet. Ist ja keine Raketentechnik.

    Das Mittel nennt sich Molybdändisulfid.

    https://patents.google.com/patent/DE19703296A1/de

    Aus der Beschreibung (übersetzt)

    Das Dichtmittel haftet gemäß einer vorteilhaften Weiter­bildung der Erfindung besonders zuverlässig in den Aus­nehmungen, wenn die Ausnehmungen sandgestrahlt oder phos­phatiert sind. Hierdurch wird ein Herauslösen des Dicht­ mittels aus dem Spalt dauerhaft vermieden.

    Die Haftung des Dichtmittels an der Drosselklappenwelle ist gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders gering, wenn die in die Ausnehmungen hineinragenden Bereiche der Drosselklappenwelle poliert sind. Hierdurch wird eine leichte Verschwenkbarkeit der Drosselklappenwelle in dem Drosselklappenstutzen gewähr­leistet.

    --------------

    Die Frage ist also, ihr beide an einer Lösung arbeitet, die so nie realisiert werden würde, zu aufwändig ist oder nur an der Oberfläche bleibt.

    Ein Denkanstoß. Mehr nicht.

  • Hallo,

    auch ich lese interessiert den DroKla-Abdicht-Thread. Meine inzwischen zweite 93er ZR750 leidet zwar nicht an diesem Problem nach 29Tkm, die erste mit knapp70Tkm ebenfalls nicht.

    Aber in meinem Schrauberleben sind mir 3-4 mal GPZ600 Bremsenreiniger empfindliche DroKlaWellen (will sagen mit Nebenluftreaktion) untergekommen. Repariert haben wir nicht, lediglich so gut wie möglich eingestellt. Meine ZRX750 H2 bekam nach 40Tkm ebenfalls Nebenluft. Ein leidiges Problem, als Kawa-Freund besonders ärgerlich, da ich bis heute keine Ahnung von den hier aufgeführten Lösungsmöglichkeiten hatte, bis auf die Wellendichtringidee von 750R. Die hatte ich auch, lies es mangels maschineller Ausrüstung aber sein.

    Zeferls Filzlösung mit neuen Kunststoffscheiben gefällt mir am besten.Ich befürchte, daß die Wellen durch Wellendichtringe einlaufen werden, auf lange Sicht. Als großer Freund von Lösungen, die entweder ewig halten oder wenigstens einfach zu reparieren sind, hätte ich zuviel Angst um die Wellen. Kann aber auch sein, daß es lange hält, viel Gleitgeschwindigkeit tritt nicht auf, allerdings wird andererseits der Slip-Stick Effekt eine Rolle spielen. Jedenfalls ein spannender Versuch, vielleicht gibt 750R neue Erkenntnisse bekannt.

    Die neuen Filzringe halte ich für die sicherere Lösung. Sollten sie tatsächlich wegen des Fetts Staubpartikel sammeln, reiben sie etwas an den seitlichen Flächen, also Hebelflansch und U-Scheibe, wie auf dem Zerleg-Foto von 750R zu erkennen ist. Der Welle scheint der Filzring nichts auszumachen, sie ist nicht eingelaufen. Zusätzlich würde ich den Gleitlack-Trick anwenden, um, da sowieso schon zerlegt, noch mehr Sicherheit gegen Nebenluft zu erhalten.

    Zeferl, hast du die Filzringe einbaufertig geschnitten vorrätig? Oder wo kann ich solche beziehen? Klären müsste ich noch, welche Vergasergröße dieGPZ600 hat, bei CVK30 dürften die Zephyr Ringe ja passen.

    LG BacktoC4

  • Servus,
    technischen Filz hab ich DIN A4, tränke den mit seewasserfestem Fett und stanze dann erst.
    Menge fast unbegrenzt.....
    Natürlich scheuern die mit Staub seitlich, das Zinkdruckguss (?) -Gehäuse läuft ein.
    Das glätte ich und gleiche mit Distanzscheibe wieder aus.

    Die Welle im Gehäuse ist nichts anderes als eine Führung, die sich abnutzt, weil dauernd Vibratiionen ausgesetzt.
    ICH glaube man kann das etwas abmildern, auch das Schieberflattern, wenn man die Unterdruckanschlüße brückt,
    so ist es teils ab Werk der Fall.
    Die Abdichtung über die Filzringe funzt über die geplante Lebensdauer gut.
    Wir aber fahren die ja länger. Das Fett wird ausgewaschen durch Hochdruckreiniger, Benzin, auch Dämpfe, Wasser, Staub und ganz schnell durch Bremsenreiniger. Am schnellsten geht es mit Ultraschall raus........
    Alle vier Vergaser haben unterschiedliche Wellenabdichtungen, weil mal aussen, mal mit Gaszuganschluß usw.
    Irgendwo sind zwei Plastescheiben verbaut, die hätte ich gerne auch neu, aber noch nicht ausreichend ergugelt.
    Evtl. sind es die gleichen wie unter der Chokeschiene?

    Die Wellen hab ich vermessen, echt rund sind sie nicht mehr.

    Mit neuem Fett etc. wird die Abdichtung fast so lange halten, wie ab Werk vorgesehen,
    also werden die wenigsten unter uns deren Ende erleben.

    Leider ist der Zeitaufwand für obiges sehr hoch, Können ist rel. wenig erforderlich.
    Ne schöne Winterarbeit........

  • Moin,

    statt der Plastikscheiben müsste man auch Passcheiben nehmen können, mit Trockenschmierstoff Teflon oder dem MOS2 Gleitlack zur Reibungminimierung versehen. Welchen Gleitlack hast du, Weicon oder Liqui Moly(sehr teuer).

    Kann man mit dem Gleitlack dieWellen wieder rund(er) bekommen? Ist er wirklich so hart und abriebfest wie die Herstellerbeschreibung verspricht? Nur an der abgenutzen Stelle aufsprühen, bis die gewünschte Dicke erreicht ist. Aus welchen Material sind die Wellen eigentlich?

    Ja, das Material... ob die Gehäuse Alu oder Zinkdruckguss sind, darüber rätsele ich schon lange...Bruchflächen, Elastizität/Biegbarkeit, (In der Tat sind mir schon verzogene Schwimmerkammerdeckel begegnet, waren nicht dicht zu bekommen, bis mir endlich im dritten Versuch ein Licht aufging.) Masse ist schwierig zu beurteilen finde ich, Dichtebestimmung wäre mal ein Projekt!

    Ich habe Lithiumseifenfett... 1994 aus Amerika mitgebracht, lt. Aufdruck für den Marine-Bereich geeignet, also wohl seewasserfest. Stanzt du mit Locheisen?

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