Elektronik im Drehzahlmesser

  • Aus dem Thema "Was habt ihr heute an eurer Zephyr gemacht/geschraubt?" rausgetrennt.

    Gruß, Mac

    *

    Na ja, ich mußte die alte Dichtung wieder aus der Mülltonne holen,
    hab sie gewendet und etwas durch feines Schleifpapier gezogen.
    10 kleinere bestellt, ohne Messen, bin gespannt.
    Wenn beim Filter Zephyr gelistet ist und passt nicht alles, ist es Mist!
    Also kein HiFlow mehr. Hat den schon mal jemand verbaut: MAHLE OX 61D ?

    Demnächst muss/darf ich wieder an Armaturen schrauben.
    Da hab ich mal diverse Kondensatoren bestellt, die für die Dämpfung der Nadel zuständig sind.
    Nach 39 Jahren (ZL) kann so einer schon mal schlecht geworden sein.
    Z.B. der Fette in der Mitte. Ist halt Fummelei und viel Schrauben.....

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    Einmal editiert, zuletzt von Mac (17. August 2026 um 08:45) aus folgendem Grund: Aus dem Thema "Was habt ihr heute an eurer Zephyr gemacht/geschraubt?" rausgetrennt. Gruß, Mac

  • Moin Arthur,

    die Kondensatoren bitte immer tauschen und auf Kapazität, Spannung (viel hilft nicht viel) und dem Temperaturbereich (Sonnenschein) achten. Maße und Bauform sowieso. Löten am besten mit Silberlot mit Bleikomponente und Kolophonium, das ist immer noch zu haben. ROHS gab es 1990 noch nicht. Polung beachten, sonst platzen die neuen beim Betrieb, gibt ne Riesensauerei.

    Nach 30/35 Jahren dürften viele zumindest angetrocknet sein und damit die Nennkapazität verloren haben. Das Elektrolyt (mit Essigsäure) ist wichtig für die Ladung. In der Unterhaltungselektronik gehören diese Effekte inzwischen zu den Hauptursachen für Defekte.

  • O-Ring passt?

    Kondensatoren: Werte differieren, ob vom Anzeigebreich abhängig, hab ich nie notiert. Hätte ich sollen.
    Ich möchte verschiedene verbauen und die Auswirkungen prüfen. Ebenso vom Potentiometer.
    Bis jetzt hab ich die fast nie gewechselt, war ein Fehler. Offen ist sowieso, Arbeit minimal, Kosten gering.
    Aber testen, immer wieder Kabelbaum montieren, ist lästig.
    Ich hatte doch mal einen Minimalkabelbaum gebaut?!
    Un der programmierbare Impulsgeber zum Nachbilden des Zündimpulses - das schaff ich nicht.
    Ich mach einfach zuviel.....

  • O-Ring passt.

    Elektrolyt-Kondensatoren immer komplett tauschen. 🙂
    (Bin zwar kein Service Techniker, musste mich aber berufsbedingt mit der Alterung von elektronischen Bauteilen beschäftigen.)

    Ein Motorrad kann nicht 4-zylindrig und 4-taktend genug sein :)

  • Zitat

    BTW: Hat wer mal nen Schaltplan davon aufgenommen?

    Hab ich noch nicht gesehen. Das IC ist meiner Erinnerung nach ein Toshiba irgendwas.

    @Arthur: Die Veränderung von den entscheidenenden RC (also Widerstand/Kondensator) Glieder wird sich darstellen im An- und Abstiegsverhalten des Zeigers. Entweder wird er lahm oder zappelig. Andere Kondensatoren sind zur Glättung der Versorgungsspannung und schützen das IC, also lassen.

  • Also ich sehe auf dem Foto drei Elkos und drei andere Kondensatoren, Keramik bzw. Metallfilm. Die Elkos würde ich tauschen und die anderen lassen, weil die nicht so altern.
    Außerdem würde ich die Platine reinigen und neu versiegeln.
    Wichtig ist, wie Bernd erwähnte, gleiche Kapazität und gleiche Spannungsfestigkeit (das, weil auch andere elektrische Eigenschaften eines Elkos sich damit verändern, deren Einfluss man ohne genaue Kenntnis der Schaltung nicht beurteilen kann).

    Ein Motorrad kann nicht 4-zylindrig und 4-taktend genug sein :)

  • Kondensatoren: Im DZM sind als fetter Kondensator mal 1000, mal 740 verbaut.
    Daraus schließe ich dass ich das problemlos versuchen kann.

    Für den IC hab ich sogar ne Nummer, was als Ersatz verbaut werden kann.
    Schaltplan müßte auch wo abgespeichert sein (ob Urheberrecht?).

  • Der Fette dürfte dann für die Glättung der Versorgungsspannung sein. Da ist die genaue Kapazität nicht so entscheidend. Hauptsache groß genug.

    Kannst mir den Schaltplan ja mal per PN schicken. Und die Bezeichnung des IC.

    Ein Motorrad kann nicht 4-zylindrig und 4-taktend genug sein :)

  • Hab das hier im Netz gefunden.
    Kann das stimmen?
    (sieht für mich erstmal plausibel aus) Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Ein Motorrad kann nicht 4-zylindrig und 4-taktend genug sein :)

  • R6/C3 ist das Zeitglied, alle anderen Kondensatoren sind für die Siebung der Versorgungsspannung und die Unterdrückung von Schwingneigung.

    Der dicke Kondensator C5 am Anschluss des Zeigerinstruments dämpft das Zappeln und wird über das Instrument entladen.

    Die Zehnerdiode schützt das Instrument, falls der Regler Unsinn macht und die Versorgungsspannung zu hoch wird.

    VR1 ist zur Kalibrierung bei Prüfdrehzahl. Wo auch immer die liegt. Normalerweise kalibriert man auf Endanschlag des Instruments. Der Rest ist Messfehler, gern bis 10%.

    740uF gibt's in der E-Reihe nicht, wahrscheinlich ein Tippfehler (470uF)

  • Ich glaub es wird Zeit dass ein Mod ins Thema DZM Elektronik (zu erstellen) veerschiebt. ?!

    Ich komme bei diesen Sachen an meine Grenzen, bzw. bin schon drüber ;-)

    Tippfehler stimmt.
    Das heißt also ich experimentiere mit dem großen Kondensator die Dämpfung, erneuern sowieso.
    Die anderen kapazitätsgleich erneuern.

    Woher hab ich das?:

    "Der T8016A ist ein analoger Chip: Ein "Schneller Soft-Recovery-gesteuerte Hochspannungs-Avalanche-Gleichrichter", so die Infos aus dem Internet. Über ein Datenblatt schweigen sich alle Vertriebsstellen wie auch Toshiba aus.
    Letztendlich ist es ein Comparator, der mit Hilfe einer Referenzspannung die Eingangsspannung (von der Zündspule oder CDI) vergleicht und im Ausgang das Messwerk (das Zeigerdrehwerk) ansteuert.
    Das Meßwerk mit einer Spannung direkt zu messen, geht sehr schnell ins Auge (geht kaputt). Aber das hat der Fachmann KaJa schon geschrieben.
    Die Anpassung auf 2/4 Zylinder ist entweder mit Hilfe der Zehnerdioden oder dem Spannungsteiler realisiert.
    Die Trägheit wird durch den Kondensator 1000uF oben rechts erzeugt.
    Wenn deine Platine kaputt ist, prüfe mal ob Lötstellen oder Leiterbahnen kaputt sind (sehen ganz ok aus) und ob die Elkos noch Kapazität haben. Die trocknen gerne im Laufe der Jahre aus.
    Am Trimmer links scheint ein Tantal Elko zu sein. Diese neigen zu Kurzschlüssen."

    Schaltplan, selbstgezeichnet (nicht von mir)
    ICH schraub meist am DZM der ZL, dessen Innenleben (optisch) gleich ist mit dem der 11er.
    Die 750er hat ne andere Platine, weil noch mehr im DZM verbaut ist.

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    KaJa schreibt mir dazu:
    "...Die Messwerke werden nur durch Strom/Volt über die Platine gesteuert. Bei etwa 0,2 Volt zeigen diese zumeist schon was an. Vollausschlag je nach Ausführung eventuell bei 1 – 2 Volt.
    Also keinesfalls 6 oder 12 Volt anlegen."
    "... das Messwerk wird über die Platine gesteuert. In der Regel hat die Platine folgende Anschlüsse: Plus - Minus - Klemme 1 der Zündspule.
    Anzeige dann auch abhängig wie viele Zylinder/Takt die Maschine hat und wieviel Zündspulen vorhanden sind.
    Ohne diese Daten und nur mit den Messwerken können wir nur die Messwerke auf Funktion prüfen.
    (Mit einem Netzgerät welches man rauf und runter regeln kann).

  • Ein geheimnisvoller Chip :) Tatsächlich ist es schwierig, ein Datasheet zu bekommen, aber eigentlich ist es egal, denn eine black box ist eine black box, halt ein Zähler, der eine Spannung daraus generiert, einfach gesagt. Die Funktionen der Peripherie ist schon erkannt, insofern kein Problem. Das IC ist sehr rubust, wie es scheint und Lagerbestand von hier bis Tokio.

    Noch ein Hinweis auf eine Eigenheit: Kondensator prüfen: Da der T8016A laut Spezifikation empfindlich auf Stromrauschen reagiert, tauschen Sie den kleinen Stützkondensator (meist 100nF / 0,1µF) direkt neben dem IC-Stromversorgungs-Pin (Pin 16) am besten gleich mit aus. Alternde Kondensatoren sind oft die echte Ursache für springende Drehzahlmesser-Nadeln. Die Masseverbindung muss top sein.

  • Thema Drehzahlmesser und Tacho Innenleben und Überholung

    Dazu passt vieleicht das:
    Cockpit Zephyr 1100
    Überholung eines guten Gebrauchten, viele meinen man könnte sowas einfach einbauen. Ich meine nicht:

    Schrauben der Becher erneuert, aber diesmal mit Dichtung.
    Die zwei Bundmuttern zum Halter sind jetzt Edelstahl.
    Halter saubergemacht und lackiert.
    Kabelbaum alle Birnchen raus, geprüft, teils erneuert. Kabelbaum geschallt, mit WD40 geglänzt.
    Dreieckige Chromblende der Blinker Note 1-, eine Schraubenaufnahme mittels Überrohr repariert.
    Unterteil dazu alles ok.
    Becher DZM Note 2-, Tacho 4-, also der neu, gute 100€..........
    Rückstellkopf gebürstet und lackiert, Schraube wie neu gemacht.
    Schwarzes und weisses Unterteil getrennt. Schwarzes: Wie immer verschmutzte Gläser gesäubert, Blinkerpfeile schön, nahe Rückstellknopf Delle geschliffen, Kunststoff grundiert, lackiert (Jürgen N. ist ok, liefert Ersatz, weil nicht im Angebot geschrieben oder ersichtlich).
    Tankuhr sicher ok.
    Beide Chromringe Note 1-2.
    Zeiger gelblich, aufhellen wird noch probiert (abschleifen).
    Skala Tacho 2-, DZM 2.
    Kontrolleuchten gesäubert, poliert, neu eingeklebt. Schattierringe jeweils erneuert (Fummelei).
    Weisses Unterteil staubig aber ok, gewaschen.
    DZM-Technik optisch ok, Kondensatoren werden getauscht, Mechanik ausgeblasen.
    Tacho (km-Stand 93Td): Tages-km-Zähler verölt (Nadeldämpfungsöl), verstaubt, Öl der Lagerstellen verharzt, weisse Endziffern vergilbt.
    „Liegende Welle“ verschlissen, grenzwertig, also raus, Gehäuse aufgehebelt, eine vom Lager (die blaue) rein. Aber die ist kürzer und an den Enden stärker. Also abgedreht, Distanzscheiben beidseitig, Gehäuse etwas enger gepresst.
    Welle zum km-Zähler wieder eingepresst.
    Tachowelleneingang beidseitig sehr verschmutzt, viel Bremsenreiniger, viel Öl. Dazu Tages-km-Z ausgehebelt, gereinigt, WD40 rein, das reicht. Die schwarzen Zahlen vertragen keinen Bremsenreiniger, die weissen schon.
    Das ausgelaufene Dämpferöl der Tachonadelwelle nachgefüllt. Foto.

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    Das Gröbste ist erledigt, Fortsetzung folgt.

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  • Zeferl Gute Arbeit. Feinmechaniker und Uhrmacher haben bestimmt ihre Freude damit.

    Im Schaltbild ist mir heute ein 2,6 Ohm am Pin 9 des ICs gegen Masse aufgefallen. Hat der wirklich 2,6 Ohm? Erstens ist das außerhalb der üblichen E-Reihe und zweitens könnte es eine Anpassung auf den Bereich sein. Blöd, dass es kein Specsheets von dem IC zu geben scheint.

  • Wir haben jetzt Schaltbilder, wissen aber nicht genau, ob die stimmen.
    Kann sich nicht jemand, der eine Elektronik lose liegen hat und die Fähigkeit hat, mal hinsetzen und die überprüfen?
    (Ich könnte das tun, wenn mir jemand eine Platine zukommen lässt.)

    Bernd-Hamburg ein Datenblatt vom IC wäre schon schön 🙂.

    3. Was ist denn bei der Elektronik des DZM der 75er anders?

    Ein Motorrad kann nicht 4-zylindrig und 4-taktend genug sein :)

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