Leerlaufgemischschraube - Sitze unterschiedlich tief?

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Stammtische: 9.12. Bay.-Süd-Ost München | 16.12. KawasakiS NRW Willich

Treffen: (27.) 28.-30.6.24: NEUHOF | 25.- 28.7.24: Bad Aibling

  • Leute,

    als ich heute die Leerlaufgemischschrauben eingeschraubt habe, ist mir aufgefallen, dass die Spitzen bei den beiden inneren Vergasern unterschiedlich weit aus der kleinen Bohrung ragen (bei 2,5 Umdrehungen raus). Man kann das deutlich sehen und fühlen.

    Ich habe schon geschaut, ob sich noch etwas im Sitz befindet aber nix. Mit ca. 1/4 Umdrehung läßt sich der Unterschied halbwegs ausgleichen. Nun ist aber die Frage: soll ich das überhaupt ausgleichen? Wo erfolgt die Begrenzung der Durchflussmenge: ganz oben ander Spitze im Loch (dann ausgleichen) oder weiter unten im Sitz (dann nicht ausgleichen).


    Mir ist das heute zum ersten Mal aufgefallen. Oder hab ich etwas übersehen?

    Einbaureihenfolge passt (Schraube - Feder - Beilage - O-Ring); Bohrungen sind frei.

  • Die sind meist unterschiedlich,

    weswegen man jede individuell einstellen sollte,

    auch wenn das gar nicht so einfach ist.

    Die Pauschalangaben für die Anzahl an Umdrehungen sind nur Grundwerte!

    Das Ausgleichen erfolgt über das Einstellen!


    Aber das macht kaum jemand.....

  • Dieses Phänomen ist bekannt....

    betrifft nicht jeden Vergaser.


    Kann man erkennen, wenn sich die Krümmer trotz korrekter Einstellung blau verfärben. Dann sollte man handeln.


    Nicht jeder verbaut einen Krümmer mit 4 Anschlüssen für eine Lambdasonde oder die Colourtune Zündkerze.


    Wenn der Vergaser eh ausgebaut ist dann angleichen.

    Grüße Hans-Dieter

  • Danke für die Hinweise.


    Zitat


    Wenn der Vergaser eh ausgebaut ist dann angleichen.

    Kann ich das grob angleichen, indem ich darauf achte, dass die Spitzen in etwa gleich weit aus dem Loch ragen?


    Es wäre nämlich interessant, ob der Gemischfluss zwischen der Spitze und dem Loch begrenzt wird oder durch die Schraube weiter unten in ihrem Sitz. Ich vermute an der Spitze...

  • Ja, das kenne ich, aber das sagt nocht nichts aus,

    wenn die Wandstärke variiert..............


    Das Drosselklappenloch darfst mal putzen, das muss glänzen!!! ;)

  • Ist das bei der 7,5er normal, daß die Spitze stumpf ist?

    Bei der 11er ist die wie eine Nadel, also spitz.



    Das Drosselklappenloch darfst mal putzen, das muss glänzen!!! ;)

    Dann willst Du nicht meins sehen.

    ZEPHYR-Wer keine hat, ist selber schuld!
    Loud is out, but sound is in!

  • Also Drecksloch!?


    Ich hab grad einen 11er Vergaser in Arbeit, null Erfahrung speziell zu diesem.

    Kann mir jemand die Düsengrößen und Nadeltypen durchgeben,

    variieren die auch so wie bei der 750er?

  • Originalhauptdüse Zyl. 1+4: 98, Zyl. 2+3: 100.


    Hättest Du früher gefragt hätte ich Dir besser helfen können, aber jetzt sind beide wieder zusammengebaut.

    ZEPHYR-Wer keine hat, ist selber schuld!
    Loud is out, but sound is in!

  • Am Samstag war es soweit: alles zusammengebaut und Testlauf. Ergebnis: Zuerst war ein Schwimmer undicht, hat dann aber abgedichtet.

    Angesprungen ist sie mit Choke sofort, lief aber nur mit hoher Drehzahl. Gleichzeitig machte sie einen schönen Lärm weil die Krümmerdichtungen anscheinend undicht waren.

    Sobald ich den Choke zurückregelte oder Gas gab, ging sie aus. Ich hab den Versuch dann recht bald wieder abgebrochen weil ich die Nachbarn nicht zu lange in ihrer Sonntagsruhe stören wollte - und weil sowieso nix ging.

    Der Vergaser muss nochmal raus. Anscheinend hat sich irgendwo ein Bröserl in einem Kanal versteckt. Ich werde ihn bei Gelegenheit zum Ultraschallen bringen und dann nochmal probieren.

  • "........bei Gelegenheit zum Ultraschallen bringen........"


    Tu das nicht!

    Schick das Teil dem Duke oder dem Günter!!!

    Die checken dann Größen von Nadeln und Düsen auch mit.


    Ultraschallen ist vor allem für die Optik.

    Der Rest ist viel Handarbeit.

  • Ultraschallen ist vor allem für die Optik.

    Diese Aussage ist, diplomatisch ausgedrückt, sehr gewagt.


    Der Rest ist viel Handarbeit.
    das ist korrekt

    Kein Problem widersteht lange dem Angriff beharrlichen Denkens

  • Geene möchte ich Rudis Aussage konkretisieren.

    Es gibt beim Thema unterschiedliche Herangehensweisen:


    Bei einem minimal verschmutzten Vergaser mag der Vergaserreiniger (Profi Fuel Max z.Bsp) als erste Maßnahme helfen.


    Bei größerer Verschmutzung muss mehr gearbeitet werden.


    Das Ultraschallgerät bietet sich dazu an. Kanäle und Bohrungen, welche mit der Hand nicht zu reinigen sind, werden von Ablagerungen befreit.


    Die Dauer des Bades ist wiederum abhängig vom Verschmutzungsgrad. Mit dem richtigen Reiniger

    Tickopur TR 3 Spezialreiniger für Buntmetall | Dr. Stamm | Reinigungskonzentrate | ultraschall-welt.de

    Oder dem R33 habe ich gute Erfahrungen gemacht.


    Wichtig ist, die Starterdüse muss frei sein. Stark korodierte Düsen/Innereien tausche ich aus. Reibahlen funktionieren nur bedingt.


    Die Nadelsitze werden poliert und neue Schwimmernadelventile verwendet.

    Danach die Innereien mit Ballistol versiegelt.

    Dies sind meine Erfahrungen. Nachdem ich wegen Kleinigkeiten immer wieder den Ein/Ausbau der Vergaser "üben" durfte, mache ich einmal " das große Besteck" und die Maschine geht von der Bühne.

    Der Zeitaufwand ohne Aus/Einbau beträgt ca 4 Stunden gemütlicher Arbeit.


    Das ist nicht der Königsweg, so arbeitet eben Rudi und ich.



    PS

    Thema Drosselklappenwellen hatte ich bisher in den letzten 10 Jahren nur bei einem Vergaser.

    Inzwischen gibt es dazu auch eine praktikable, kompetente und dauerhafte Lösung.

    Grüße Hans-Dieter

  • Ich muss nochmal das Schwarmwissen aktivieren.

    Das Thema zuerst war ja unterschiedliche Sitze der Leerlaufgemischschrauben.

    Ich erinnere mich daran, dass vor 10-15 Jahren Uwe Hassler auch dieses Problem erkannt hatte.

    Er hatte auch Vergaser mit dieser Symptomatik.

    Ich kann mich nicht mehr an die Lösung erinnern. :punish:

    Deswegen meine Frage an die langjährigen Kollegen.

    Wie hat Uwe das damals gelöst?

    Grüße Hans-Dieter

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